Mit Blaulicht fit am Bildschirm bis spät in die Nacht?

Dass mein Wohlbefinden und mein Biorythmus stark vom Licht abhängig ist, war mir schon lange klar. Dass aber die falsche Lichtfarbe meinen circadianen Rythmus durcheinanderbringen kann, war mir bisher nicht so klar.
 
Blau-Rot
 
Blaues Licht drosselt die Bildung von Melatonin, dem „Schlafhormon“. Tagsüber bin ich wach und topfit (meistens). Grund: Tageslicht enthält einen starken Blauanteil. Was hat das jetzt mit meinem Bildschirm zu tun? Das Licht von diesen LED-Leuchten in Monitoren ist biologisch sehr aktiv, da es sich im blauen Bereich befindet. Ich sitze also vor dem Bildschirm und mein Körper denkt, es ist Tageslicht. Ich sehe uns schon alle in blauen Büros und Fertigungshallen sitzen um effektiver (weil wacher) zu arbeiten – mit dem richtigen Licht bestrahlt, wie der Kopfsalat im Gewächshaus. Wer jetzt glaubt, er könne seinen Körper überlisten und mit weniger Schlaf auskommen, der irrt. Um Einschlafen zu können benötigen wir Licht mit einem roten Anteil. Mit LED-Beleuchtung kein Problem. Es gibt sie auch in anderen Farben. Was heißt das für unsere Beleuchtung am Arbeitsplatz? Nicht nur die Lichtstärke ist wichtig, sondern auch die Lichtfarbe. Wird die optimale Beleuchtung eine dynamische Beleuchtung sein?